sdg 10 Weniger Ungleichheiten»Schule ohne Rassismus?« Das ist ein Titel, den viele Schulen stolz tragen. Doch wie sieht die Realität im Schulalltag wirklich aus? Wie verbreitet sind rassistische oder homophobe Ansichten in unserer Schulgemeinschaft?

Diese brennenden Fragen haben sich Gurleen Kaur Bhullar, Josephine Pape, Tobias Vieth, Diego Hildebrandt und Herr Klingbeil gestellt. Im Rahmen der diesjährigen Projektwoche haben sie das Schulklima genau unter die Lupe genommen und einen umfassenden Projektbericht vorgelegt, der ab sofort hier zum Download bereitsteht.

Die Methodik: Ein Blick hinter die Kulissen der Umfrage

sdg 16 Frieden Gerechtigkit und starke InstitutionenUm verlässliche Daten zu sammeln, hat die Projektgruppe am ersten Projekttag (04.02.2026) einen eigens entwickelten Fragebogen im Schulgebäude verteilt. Dieser basierte zum Teil auf etablierten Fragen wissenschaftlicher Studien, enthielt aber auch eigene Fragestellungen.

  • Große Beteiligung: Insgesamt 202 Personen haben den Fragebogen anonym ausgefüllt.
  • Querschnitt der Schule: Es konnten Antworten aus allen Jahrgängen und sogar von einigen Lehrkräften gesammelt werden.
  • Hohe Ernsthaftigkeit: Die Offenheit und Ernsthaftigkeit der Befragten lässt darauf schließen, dass die Ergebnisse ein realistisches Stimmungsbild unserer gesamten Schulgemeinschaft widerspiegeln.
  • KI-Unterstützung: Bei der komplexen statistischen Auswertung und der Suche nach Mustern (Korrelationen) ließ sich das Team von der künstlichen Intelligenz *Google Gemini* unterstützen.

Spannende Ergebnisse: Wo das WvS glänzt - und wo Redebedarf besteht

  • Die Ergebnisse liefern viel Grund zur Freude, zeigen aber auch, wo wir in Zukunft ansetzen müssen:
  • Starkes Zeichen für Vielfalt: Rund 82 % der Befragten sehen kulturelle Vielfalt als Bereicherung für unsere Gesellschaft - das liegt deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von ca. 66 %.
  • Großer Mut zum Handeln: Stolze 64,9 % der Teilnehmenden haben im Alltag schon einmal aktiv eingegriffen, als sie Diskriminierung in ihrem Umfeld bemerkten.
  • Überdurchschnittliche LGBTQ+-Akzeptanz: Im Bereich Homosexualität und Gleichstellung zeigt das WvS eine außergewöhnlich offene Haltung. Nur etwa 4 % der Befragten äußerten Vorbehalte gegen Gleichstellung oder Sichtbarkeit (deutschlandweit liegt dieser Wert bei 10-12 %) .
  • Gesundes Schulklima: Die Schulgemeinschaft stellt dem WvS ein gutes Zeugnis aus. Die Aussage „Das WvS steht für Toleranz“ erreichte einen starken Mittelwert von 4,2 (auf einer Skala von 1 bis 5).

Die Kehrseite der Medaille: Trotz der positiven Grundstimmung gaben 57,9 % der Befragten an, im Schulalltag schon einmal Diskriminierung erfahren zu haben. Zudem zeigt die statistische Auswertung, dass vor allem in den jüngeren Jahrgängen noch der größte Aufklärungsbedarf in puncto Toleranz besteht.

Überraschende Muster: Was die Statistik verrät

Der Bericht zeigt hochinteressante Zusammenhänge auf:

Der „Reifeprozess“ am WvS: Es gibt eine klare statistische Tendenz: Je älter die Schülerinnen und Schüler sind bzw. je höher der Jahrgang ist, desto positiver wird kulturelle Vielfalt bewertet und desto höher ist die Akzeptanz gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren. Unsere Schule scheint also ein Ort zu sein, an dem Toleranz mit den Jahren wächst!

 

Wie stehen die Ergebnisse im Vergleich zur bundesweiten Shell-Jugendstudie oder der Mitte-Studie da? Welche genauen Fragen wurden gestellt?

Der Projektbericht ist nicht nur spannend zu lesen, sondern liefert uns als Schule eine hervorragende, mutmachende Grundlage, um in Zukunft noch gezielter gegen Diskriminierung vorzugehen.

--> HIER KLICKEN: Schule ohne Rassismus – Projektbericht 2026 (PDF)