Die Erasmus+‑Begegnung „Migratory Birds“ brachte in der zweiten Dezemberwoche Schüler*innen aus Spanien und Portugal nach Bad Harzburg. Ziel der Begegnung war es, das Thema Migration in unterschiedlichen Facetten zu untersuchen: historisch, wirtschaftlich, klimatisch und kulturell. Die Teilnehmenden arbeiteten in gemischten Gruppen und kombinierten Beobachtungen, Museumsbesuche und Rechercheaufgaben.
Nach einer sprachlichen Einstiegsphase, in der migrationsrelevante Vokabeln in verschiedenen Sprachen erarbeitet wurden, erkundeten die Gruppen die Stadt Bad Harzburg. Die Seilbahnfahrt und der erste Stadtrundgang dienten als Einstieg: Die Schüler*innen reflektierten das Gefühl des „Ankommens“ an einem neuen Ort und diskutierten, wie Technik und Ideen ebenfalls „wandern“. Exkursionen führten nach Goslar (Kaiserpfalz, mittelalterliches Wanderkaisertum, nach Bremerhaven (Statue "Die Auswanderer", Deutsches Auswandererhaus, Klimahaus) und nach Wolfsburg (Autostadt, Fußballstadion, Statue „L’Emigrante“).
Im Deutschen Auswandererhaus erlebten die Teilnehmenden die Auswanderungsgeschichte Europas interaktiv und dokumentierten individuelle Schicksale. Im Klimahaus diskutierten sie, wie Klimaveränderungen Migration auslösen können. In Wolfsburg wurde die Rolle von Arbeitsmigration für die Stadtgeschichte am Beispiel von Volkswagen sowie Migration im Sport sichtbar. Die Ergebnisse wurden in Texten, Fotos und kurzen Präsentationen dokumentiert.
Das Projekt stärkte nicht nur fachliche Kenntnisse, sondern auch Sprachkompetenz und interkulturelle Fähigkeiten: Durch die mehrsprachige Zusammenarbeit erlernten die Schüler*innen neue Begriffe und übten, über Migration in Englisch und in ihren Muttersprachen zu sprechen. Die Materialien sind auf der Projektseite gesammelt.
