Das Team der Kunstfachgruppe besteht aus
- Herrn Glöge (Fachleitung)
- Frau Kirchner
- Frau Penske-Dewitz
- Frau Untiedt
- Herrn Zepezauer
Präambel
Das Fach Kunst ist an unserer Schule sichtbar. Sichtbar auf mehreren Ebenen. Zum einen buchstäblich, allein über den Eingang des Schulgeländes in das Gebäude. Plastiken, Objekte und Kunst am Bau säumen den Weg. Sämtlich von Schülerinnen und Schülern unserer Schule und unterschiedlichen Jahrgängen gestaltet. In den Gängen des Gebäudes begleiten uns zweidimensionale Werke aus unterschiedlichen künstlerischen Bereichen: Malerei, Zeichnung, Fotografie,... Eine besondere Präsentationsmöglichkeit bietet die Litfass-Säule im Treppenhaus, die als Sockel für eine riesengroße „Nana“-Plastik dient.
An dieser reichhaltigen künstlerischen Landschaft dürfen wir uns jeden Tag erfreuen, da sie uns ganz natürlich umgibt.
Kunst am WvS
Das Fach Kunst wird von Klasse 5-10 zweistündig unterrichtet, wobei in den Jahrgängen 6 und 8 nur epochal gearbeitet wird.
Der Unterricht in der Sekundarstufe I baut sich kontinuierlich von Klasse 5-10 auf und ist so konzipiert, dass hier von Grund auf Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt werden, die notwendig sind, um später einmal erfolgreich in der Oberstufe einen Kurs belegen zu können.
Inhaltlich setzt sich das Fach Kunst mit Bildern und Objekten auseinander und bereitet so einen Zugang für die Erkenntnis der Vielfalt menschlichen Ausdrucks, Empfindens und Denkens. Schülerinnen und Schüler gewinnen hier ihre Bildkompetenz. Dabei bildet das schöpferische Handeln einen Schwerpunkt (Produktion von Bildern), weniger als ein Nachempfinden, sondern insbesondere als authentische Erfahrung des individuellen Ausdrucks, aber auch der Akzeptanz und Toleranz gegenüber vielfältigen Lösungen.
Ein weiterer Schwerpunkt entsteht in der Begegnung mit der Vielfalt schöpferischer Ergebnisse, die Anlass zum Austausch über Gestaltungsentscheidungen und Wahrnehmung bilden (Rezeption von Bildern). Das Fach trägt damit bedeutsam zur Persönlichkeitsbildung bei.
Der Unterricht ist offen für unterschiedliche Lernformen und -situationen wie z.B. Selbstorganisiertes Lernen, Werkstattprinzip, Ästhetische Forschung, aber auch in einer begleiteten Methodik der Bilderschließung.
Darüber hinaus ermöglicht die Kenntnis beispielgebender Kunstwerke eine gesellschaftliche Orientierung und kulturelle Teilhabe. Ein interdisziplinärer, vielschichtiger Blick auf die Welt ist diesem Fach immanent. Fachübergreifende Themen verknüpfen sich und gewinnen in der Erprobung verschiedener Materialien ihre individuelle Gestalt.
Aus dem Unterricht (Bildergalerie für Klasse 5 - 11)
Klasse 5
Themenschwerpunkte: Farbgestaltung, Erzählen mit Bildern (Comic, Bilderbuch), Druckverfahren
Klasse 6
Themenschwerpunkte: Fotografische Inszenierung, Fantastische Räume
Klasse 7
Themenschwerpunkte: Zeichnung, Druck, Plastik
Klasse 8
Themenschwerpunkte: Sachzeichnen, Raumdarstellung (Perspektive)
Klasse 9
Themenschwerpunkte: Produktdesign, Kommunikationsdesign, Stillleben
Klasse 10:
Themenschwerpunkte: Portrait, Architektur, Grundlagen Film
Klasse 11:
Themenschwerpunkte: Film, Bildrezeption
Abitur
Die Kunstprüfung ist im Fächerkanon „A-Zweig“ (Sprachen, Kunst, Musik) angesiedelt. An unserer Schule gibt es derzeit nur das Angebot, Kunst-Kurse auf grundlegenden Anforderungsniveau (eA) zu besuchen. Prüfungen können dann schriftlich (P4) oder mündlich (P5) abgelegt werden.
Die wechselnden Unterrichtsinhalte können bereits vorab über den niedersächsischen Bildungsserver eingesehen werden.
https://bildungsportal-niedersachsen.de/allgemeinbildung/zentrale-arbeiten/zentralabitur/zentralabitur
Klausuren begegnen Euch in unterschiedlichen Formen. Die Aufgabenformate können rein theoretisch (vgl. Bildanalyse) oder kombinierte Aufgaben sein, wobei entweder der Theorieteil oder der Praxisteil überwiegt. Auch eine Projektarbeit ist möglich, die i. d. R. auch einen Reflexionsanteil enthält und die Darstellung von Sachwissen (z.B. Farbanalyse) verlangt.
Die folgende Tabelle informiert über den Umfang und die Verteilung der Klausuren
| Klausurenanzahl P4 | Klausurenanzahl P5 | „Abdecker“ | |
| Q 1 | 2 | 2 | 1 |
| Q 2 | 1 | 1 | 1 |
| Q3 | 1 + Vorabitur | 1 | 1 |
| Q4 | 1 | 1 | 1 |
AG Kunst
Das „Offene Atelier“ ist ein bunter Mix aus künstlerischem Angebot und selbstbestimmtem Arbeiten. Sie Schülerschaft kann selbst wählen, ob sie Materialien ausprobiert, Techniken erlernt, sich Arbeitsformen und Prozesse aneignet oder die künstlerischen Kompetenzen eigenständig erweitert.
Das Angebot ist vielseitig und ermöglicht u.a. Buchbinden, Modellieren mit Gips und Ton, Mosaiktechnik, Glasbearbeitung, Holzbearbeitung, Graffiti, Kalligrafie, Filmproduktion, Grafik und Malerei.
Berufsorientierung & Mappenberatung
Kreative Berufe können sehr vielseitig sein: Kunstlehrer, Fotograf, Theater- und Bühnenbild, Produktgestalter, Modedesigner und Spieledesigner, Keramikproduzent oder Autodesigner, Illustrator oder Grafiker, Implantat- oder Prothesenherstellung bzw. Orthopädie, Kunst- und Medienwissenschaftler. Alle Berufe gestalten, formen und erfinden in Bereichen unseres täglichen Lebens.
Wer nach dem Abitur an einer Kunsthochschule studieren will, benötigt eine Bewerbungsmappe. Eure KunstfachlehrerInnen beraten Euch gerne bei den Anforderungen dieser Mappen und geben Orientierung zu den Kunsthochschulen.
Links: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Hochschulen_für_Bildende_Kunst#Deutschlandür_Bildende_Kunst#Deutschland
Kunsthochschule Braunschweig
Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein
HFGB Leipzig
HFBK Dresden
Besondere Unterrichtsaktivitäten
Raus aus der Schule und rein ins Leben! Gemälde kann man am Panel zeigen, aber vor dem echten Bild, wird die Betrachtung ein Erlebnis. Wir versuchen solche Erlebnisse zu ermöglichen.
Dabei arbeiten wir u.a. mit dem Braunschweiger Kunstverein oder dem Herzog-Anton-Ullrich Museum (HAUM) zusammen. Im Wolfsburger Kunstmuseum haben wir Führungen erlebt, im Goslarer Mönchehausmuseum treffen wir berühmte Künstler und stellen ihnen unsere Fragen und vor den Herbstferien gibt es für die Oberstufe einen dreitägigen Workshop, d.h. Künstlertraining zur Abiturvorbereitung.
Alle zwei Jahre gestalten wir als Schulgemeinschaft unsere „Wernissage“. Da kann jeder zeigen, was er kann (auch die eigene Kunst, die zuhause entsteht).
Alle fünf Jahre kommen Schülerinnen und Schüler in den Genuss zur Documenta nach Kassel zu fahren. Hier wird die aktuellste Kunst aus aller Welt präsentiert und wir sind dabei.
An unserer Schule wird Filmproduktion groß geschrieben. Ihr erhaltet eine fundamentale Ausbildung über zwei Schuljahre. Die Ergebnisse könnt ihr bei der „Filmklappe“ einreichen und bei Erfolg, fahren die nominierten Preisträger nach Hannover ins Kino.
Wir freuen uns, Euch bei der Talentförderung zu unterstützen.
Wettbewerbe
Viele originelle Arbeiten entstehen im Unterricht. Damit könnt Ihr Euch bei Wettbewerben zeigen und stolz sein. Regelmäßig nehmen wir an Wettbewerben teil, etwa dem BDK-Jugendkunstwettbewerb, dem DAK-Wettbewerb „Bunt statt Blau“ gegen Alkoholmissbrauch, der Braunschweiger „Filmklappe“, dem Plastikwettbewerb Beton-Award oder dem SDG-Plakatwettbewerb in Oker.
Wer schonmal an einer Ausstellung teilgenommen hat, sammelt nicht nur wertvolle Erfahrungen. Ein solches Engagement zahlt sich auch bei Bewerbungen aus.
Visionen
Kunst braucht Raum! Der Anbau unserer Schule ist eine tolle Chance, neue Gestaltungsräume zu eröffnen. Dies ist eine Reaktion auf neue Lernformen und pädagogische Interaktion als Ort der Konzentration und vielseitiger Begegnung. Ein multifunktionales Raumkonzept besteht auch für die Kunsträume im Fachtrakt. Arbeits- und Präsentationsfläche, Bewegungsraum und Lagerfläche bedürfen dringend einer Neugestaltung. Daran arbeiten wir und weisen beharrlich auf die Notwendigkeit hin.Werkstätten an Schulen - Schnee von gestern? Nur noch selten ermöglichen Gymnasien die Auseinandersetzung mit Werkzeug und Materialien. Dass wir neben der Digitalisierung wieder manuelle Kompetenzen fördern müssen, ist konsequent in der Förderung lebensweltlichen Bezuges und Relevanz unseres schulischen Angebotes. Unsere Vision ist ein zeitgemäßes LAB, das Materialerprobung ermöglicht und den Umgang mit Werkzeugen aber auch zukunftsweisende Technologien kombiniert und so auch die Bedeutung von Ressourcen und Herstellungsprozessen bewusst werden lässt.
Das „grüne Klassenzimmer“ ist ein Ansatz, das Lernen im Außenraum zu ermöglichen. Dort, wo sich Räume aufheizen, ist Lernen nur erschwert möglich. Die Gestaltung des Außenraums durch Sitzgelegenheiten, Sonnenschutz und frischer Luft, ist mit der Neubewertung des Schulgeländes eine Chance für die Mitbestimmung und Mitgestaltung von Schülerinnen und Schülern.