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USA Austausch 1996

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New York

11/04/1996: 7.44 Uhr Abfahrt mit dem Zug von Baltimore nach New York.

Im Hotel angekommen, verstauen wir erst einmal unser Gepäck in sämtlichen Schließfächern, da wir noch fünf Stunden zur Verfügung hatten, ehe wir in die Zimmer konnten. Los ging's dann zum Empire State Building, das fast gegenüber unseres Hotels lag. Die Aussicht war super! Anschließend sind wir den Broadway entlanggegangen und verschafften uns einen Eindruck vom Times Square. Geschafft vom vielen Laufen konnten wir dann endlich ins Hotel.

 

Am nächsten Tag waren wir beim World Trade Center und sind mit der Subway nach China Town gefahren. Anschließend machten wir eine "Sightseeing Tour" mit der Fähre um Brooklyn und später sind wir die Wall Street entlanggegangen.

 

Am 13/04/1996 wollten wir uns den Central Park ansehen und beschlossen, die Subway zu nehmen, mit der wir uns dann verfahren haben und im Harlem gelandet sind. Nachmittags stand dann noch das Guggenheim Museum auf dem Plan, was wir uns auch hätten sparen können, denn die Mehrheit war davon nicht gerade begeistert.

 

Den letzten Tag sind wir noch zur Hälfte über die Brooklyn Bridge gegangen, da die Zeit zu knapp war und wir unseren Zug nach Brooklyn bekommen mußten.

 

Baltimore

Es war der 22.4.1996, als wir uns zur MTA Bushaltestelle in Severna Park begaben, um einen Ausflug nach Baltimore (mit ca. 1,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt Marylands) zu unternehmen. Nach einer kurzen Busfahrt stiegen wir dann in eine Art Straßenbahn - eine echte Rarität in den USA - und fuhren in das Herz von Baltimore, die City. Vom Baseballstadion der berühmten O r i o l e s machten wir uns dann zu Fuß auf den Weg zum Inner Harbour District, wo uns eine Tour durch das BALTIMORE AQUARIUM mit anschließender Delphinshow erwartete. Nachdem wir allerhand Meeresgetier (Haie, Rochen, Quellen jeglichen Kalibers) bestaunt hatten, verblieb uns eine Stunde, um uns im Hafen und Umgebung umzuschauen, was von den meisten als willkommene Gelegenheit für Einkäufe diverser Souvenirs und etlicher anderer Dinge genutzt wurde. Anschließend begaben wir uns wieder zurück ins Stadtinnere, um uns den "Lexington Market", eine Art überdachter Marktplatz, genauer anzuschauen. Da dieser Markt in einem Stadtteil liegt, dessen Bevölkerung zu 95% aus Farbigen besteht, kamen wir uns etwas seltsam vor, als wir uns von einem Moment auf den anderen als einzige Weiße weit und breit wiederfanden. Da das Verständnis zwischen Schwarz und Weiß in den USA noch immer problematisch ist, war uns zuerst ein wenig mulmig zumute, ein Zustand, der sich aber bald legen sollte. Im Lexington Market angekommen, erwartete uns eine Vielzahl von kulinarischen Spezialitäten, aus den verschiedensten Ländern der Erde, die dort zum Verkauf angeboten wurden. Eine Stunde begaben wir uns, um einige Erfahrungen reicher ("Nachts gehen wir hier bestimmt nicht 'rein...") wieder zur Rail Station, um zurück ins heimische Severna Park zu fahren.

SM

 

Ein Nachmittag

Schule aus, Pflichtstunden abgesessen. Was jetzt folgt, ist der freiwillige Nachmittagsunterricht, ähnlich wie bei uns AGs, nur die Auswahl ist größer und breiter gefächert: viele unterschiedliche Sportarten werden angeboten, aber auch Kunst, Musik oder Projekte wie Schülerzeitung und Planungsgruppe kommen nicht zu kurz. Wer nachmittags keine Angebote wahrnimmt, der kann mit den Auto nach Hause fahren (Laufen ist ausgeschlossen, denn die Schule liegt, wie alles andere auch, zu weit vom eigenen Haus entfernt). Also 'rein ins Auto, Radio an und bei langsamen Tempo gemütlich über den Highway nach Hause schaukeln.

 

Jetzt kommt die Zeit zum "Relaxen" - Fernseher an, Füße hoch und abschalten vom Alltag. Eine Comedyshow jagt die nächste, Quizshow und Sport wechseln sich ab. Für Hausaufgaben ist ja auch später noch Zeit, falls überhaupt welche aufgegeben wurden.

 

Wir haben einige, für uns auch neue Angebote in der Schule wahrnehmen können, die interessant waren und auch Spaß gemacht haben. Aufgefallen ist mir, daß die amerikanischen Jugendlichen oft zu Hause nicht wußten, was sie mit ihrer freien Zeit anfangen sollten, deshalb wurden die Schulprojekte von vielen angenommen. Fernseher und Computer gehören als wichtiger Bestandteil zum Leben dazu. Der Wunsch, sich mit Freunden zu treffen oder etwas zu unternehmen, ist längst nicht so stark ausgeprägt, wie unter deutschen Jugendlichen. Wird sich getroffen, so meistens zu einem "Movie" oder zum "Shopping" zu gehen. Da die Geschäfte vielfach bis 22 Uhr geöffnet haben, hatten wir natürlich auch die Möglichkeit, abends nochmal auf einen Einkaufsbummel gehen zu können. Langeweile ist eigentlich so gut wie nie aufgekommen, nur muß man sich auf eine andere Lebenseinstellung im Punkt Freizeitbeschäftigung einstellen.

V.H.

Ein Abend

Zum Wochenende unter Jugendlichen in Amerika gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, da man dort so gut wie nichts machen kann. Tagsüber arbeiten die meisten Jugendlichen bei ihren kläglichen Gelegenheitsjobs, wo sie ungefähr nur 4-6$, also 6-9DM, pro Stunde verdienen. Am Abend gibt es dort auch nicht viel zu tun, da man unter 21 Jahren nicht in Bars, Kneipen und Diskos darf. Deswegen holt man sich entweder andere Jugendliche in sein Haus und guckt Videos oder man geht in übergroße Billiardhallen, wo mindestens 30 Tische herumstehen, um auch mal andere Leute zu treffen. Wenn man viel Glück hat, sind bei einem Bekannten die Eltern ausgeflogen, so daß man sturmfreie Bude hat, dann werden extreme Saufpartys gefeiert (viel extremer als bei uns), da man uner 21 auch keinen Alkohol bekommt. Alles in allem sind die Wochenenden mit Sport, Arbeiten und Famile ausgefüllt.

 

Essen in Amerika

Meine Aufgabe ist, über das Essen in Amerika zu schreiben.Tja, wo soll ich anfangen?

Am besten mit dem Frühstück: Morgens gab es in meiner Familie immer weiche Brötchen, dazu Butter, von der es mehrere Sorten gibt (salzig, oder nicht so salzig...) oder auch sogar Marmelade. Eine weitere Beilage waren gebratene Speckstreifen, die auf einem Extrateller serviert wurden. Manchmal essen Amerikaner auch Spiegeleier oder sogenannte "Pancakes" (eine Art Eierpfannkuchen mit Ahornsirup).

Natürlich hat jede Familie eine Riesenauswahl an Cornflakes.

 

Weiter geht es mit dem Mittagessen, was wir ja in unserer "Lunchperiod" in der High School bekamen. Dort gab es für 1,10$ ein Stück Pizza, Chips mit Käsesoße und Kakao, Cola oder Orangensaft.

 

Die Amis essen abends immer warm. Da gibt es viele Möglichkeiten: Cheeseburger, Pizza, Huhn oder Krabben, da Maryland berühmt für sein "Seafood" ist (einmal habe ich sogar Suppe gegessen), zu jedem Essen servierte meine Gastfamilie Obstsalat. Vor dem Abendbrot wurde übrigens immer gebetet.

 

Ganz anders sind auch die Restaurants. Man wird auf einen Platz gewiesen, weil es unhöflich erscheint, wenn man sich gleich an irgendeinen Tisch setzt. Von der Gesamtrechnung gehen zum Schluß 15% Trinkgeld an den Kellner, denn der Service ist nicht "included".

 

In einem Satz zusammen gefaßt: Das Essen in Amerika ist wirklich viel kalorien- und fettreicher als in Deutschland.

Kathi G. 10b

 

Sport in den USA

An einer amerikanischen High School ist SPORT sehr groß geschrieben. Die Mehrheit der Schüler sind in einem von der Schule organisierten Sportclub. Die Severna Park High School hat bestimmt über 10 verschiedene Sportclubs, hier nur ein paar Beispiele: Fußball, Basketball, Volleyball, etc. Natürlich gehört zu jeder einzelnen Sportart ein eigenes Spielfeld, es gab also für jeden Club ein Spielfeld. Zu einem Spiel gehört nicht nur ein Stadionsprecher, nein, auch die feldeigene Imbißbude muß voll besetzt und verkaufsbereit sein.

 

Jeder Bewohner von Baltimore und Umgebung, wo auch Severna Park dazugehört, muß einmal in seinem Leben bei einem Spiel der Orioles gewesen sein. Die Orioles sind eine Baseball Mannschaft, die in der Major League spielt, das heißt in der höchsten Baseball-Liga. Ich weiß nicht, ob jemand von euch mal ein Baseball-Spiel gesehen hat, aber wir fanden es sehr langweilig, denn ich kann euch sagen, es ist nicht so spannend, wie es immer in den Filmen gezeigt wird, aber in Amerika ist es sein sehr angesehener Sport.

 

Ich kann abschließend nur sagen, die Amis sind sportverrückt, was man daran sieht, daß sie bis zu drei mal in der Woche trainieren oder sogar noch mehr, was ich an meinem Austauschpartner gesehen habe, der manchmal bis zu fünf mal in der Woche trainierte.

 

 

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